Landgemeinde Scharfenrade (bis 1938 Ostrokollen)

Ostrokollen (Zinsdorf und Kirchspiel) wurde am 26. Oktober 1538 gegründet und 1938 in Scharfenrade umbenannt. In der Handfeste verschrieb Albrecht, Markgraf zu Brandenburg, dem Schulzen und den Einwohnern 40 Huben zu ”Kölmischem Recht”. 3 Huben bekam der Schulze, 4 der Pfarrer, 2 die Kirche und der Rest wurde an 27 Bauern vergeben. Im Jahre 1601 hat das Dorf 5 Krüge. Der Schulze bekam nicht wie sonst üblich den zehnten Teil, wahrscheinlich weil die Kirche 6 Huben hatte. Dafür war der Schulze aber ”zinsfrei und scharwerksfrei”. Er war für die kleinen Gerichte und Zucht und Ordnung zuständig und musste für eine pünktliche Ablieferung der Abgaben sorgen. Das Scharwerk der Bewohner wurde erst auf der Domäne in Lyck, später auf dem Vorwerk Neuendorf abgeleistet.
Am 8. Oktober 1656 kamen die Tartaren und brannten die Kirche und das Dorf nieder, ein Haus und drei Scheunen sind stehen geblieben. Dabei wurde Kaplan erschlagen und 80 Dorfbewohner wurden weggetrieben.

Flächengröße 926,4 ha, Einwohner: 1818=160, 1885=397, 1939=222, die Schule ist um 1540 gegründet worden.

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