Die Familie Pörschke und die Landgemeinde Allenbruch
(bis 16.7.1938 Groß Kosuchen)

(Hof der Familie Pörschke)

Die Familie Pörschke
Ursprünglich soll sie aus Schwarzstein in Rastenburg kommen. Ur-Großvater Gottfried Pörschke (*? - +1918 in Polen) heiratete Elise Lockner (*27.04.1875 Neu Rosenthal - +13. Juni 1945 Laage) am 05.03.1897 in Schwarzstein, vermutlich Kreis Rastenburg. Das Paar bekam von Gottfrieds Vater einen Hof in Allenbruch geschenkt. Im 1. Weltkrieg war Gottfried Soldat und soll in Polen von Partisanen auf dem Weg zur Front erschossen worden sein. Der Hof in Allenbruch wurde beim Russeneinfall ein Opfer der Flammen und die Witwe musste ihn mit ihren Kindern alleine neu aufbauen. Das Paar hatte 8 Kinder:
Martha Pörschke (*? Allenbruch - +?), war die Älteste und soll vor dem 1. Weltkrieg nach Königsberg gegangen sein.
Selma Pörschke (*? - +?)
Antonia Pörschke (*4.11.1901 - +10.10.1991), heiratete den Wirtschafter Oßkar Matzanke (*23.2.1895 Antonowka - +1929/30 USA) am 11.12.1923 in Lötzen.
Frida Pörschke (*1905 - +?), heiratete Robert Dorittke (*14.01.1904 Ackerau – +10/11.02.1943 Susny).
Leo Ernst Pörschke (*30.07.1909 Allenbruch - +?), war der älteste Sohn und damit übernahm er den Hof. Er heiratete Frida Lalla (*? - ).
Ernst Gottfried Pörschke (*3.05.1911 Allenbruch - + 14.05.1942 Lipowik), Ernst hat am 08.05.1937 in Lötzen Charlotte Erna Nietzke (*28.02.1910 Kruglanken – +21.01.1995 Gelsenkirchen) geheiratet.
Walter Pörschke (*06.11.1914 Allenbruch - +16.07.1944 Kauen a.d. Memel).
Willi Pörschke (*25.03.1916 - +?). Zum Kriegsende wurde er zum Volkssturm eingezogen. Dort wird er laut Volksbund seit dem 01.01.1945 in Preussisch Eylau vermisst.

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Die Landgemeinde Allenbruch
(bis 16.7.1938 Groß Kosuchen)
Das Dorf Groß Kosuchen wurde im Jahre 1549 gegründet. Die Gründungsurkunde, welche vom Amthauptmann Georg Krösten unterschrieben ist, trägt das Datum vom 6. Januar 1549. Die damaligen Dorfschulzen und Siedlungsunternehmer waren Paul und Peter Fonderall. Sie gründeten das Dorf mit weiteren 38 Wirten. Den Dorfschulzen wurden 6 kulmische Hufe eingeräumt. Die Wirte mussten für jede Hufe 3 Mark 30 Pf, zweieinhalb Scheffel Weizen, einen Scheffel Roggen und eine Gans an das Amt abführen

Auch die Pest, welche in den Jahren 1709 bis 1711 wütete, ging nicht an dem Dorf vorbei, sondern forderte 184 Opfer von den Dorfbewohnern. Aus einer Erhebung aus dem Jahre 1719 geht hervor, dass nur noch 25 von 66 Hufen bewirtschaftet wurden. Die Zahl der Wirte verringerte sich dabei auf 20. Die Felder lagen größtenteils am Kruglinner See und waren ziemlich morastig, spindig und moorig. Dadurch lebte die Dorfbevölkerung in wirtschaftlich bescheidenen Verhältnissen.

Das Zwanzigste Jahrhundert begann mit einigen wesentlichen Verbesserungen für das Dorf. Im Jahre 1909 wurde der Ort an die Bahnstrecke Lötzen - Angerburg angeschlossen. 1912 wurde die Entwässerungsgenossenschaft Kosuchen gegründet und im Jahr 1931 erweitert. Durch diese konnte eine jährliche Steigerung des Ertrages erzielt werden. Als dann im Jahre 1924 die Landstraße II. O. und Kiesstraße Allenbruch- Kraukeln gebaut wurde, verbesserten sich auch die Verkehrsverhältnisse.

Kirchspiel Lötzen, Flächengröße: 1120,2 ha, Einwohnerzahl 1938: 483.

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